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		<title>Gastbeitrag bei cspannagel, dunkelmunkel &amp; friends</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 17:31:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem Roman den sehenswerten Vortrag von Christian Spannagel: &#8220;die sieben Totsünden der Wissenschaft&#8221; gesehen hat und wir entdeckt haben, dass es Menschen gibt, die gleiche Intensionen besitzen, konnten wir auf seinem Blog einen Gastbeitrag zu seinem Blog beisteuern. Wir bedanken &#8230; <a href="http://netzforschen.de/gastbeitrag-bei-cspannagel-dunkelmunkel-friends/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem Roman <a title="die sieben Todsünden in der Wissenschaft" href="http://cspannagel.wordpress.com/2012/03/30/todsunden-in-der-wissenschaft-vortragsaufzeichnung/" target="_blank">den sehenswerten Vortrag von Christian Spannagel: &#8220;die sieben Totsünden der Wissenschaft&#8221;</a> gesehen hat und wir entdeckt haben, dass es Menschen gibt, die gleiche Intensionen besitzen, konnten wir auf seinem Blog einen <a title="Gastbeitrag" href="http://cspannagel.wordpress.com/2012/04/15/gastbeitrag-netzforschen-de/" target="_blank">Gastbeitrag</a> zu seinem Blog beisteuern.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir bedanken uns für diese Möglichkeit und verweisen Zwecks &#8220;Ver-netzforschung&#8221; gerne auf die Beiträge des <a title="cspannagel" href="http://cspannagel.wordpress.com/" target="_blank">Blogs</a>, die ebenfalls der offenen Forschung gewidmet sind!</p>
<p style="text-align: justify;">kommentieren und diskutieren könnt ihr hier oder <a title="Gastbeitrag" href="http://cspannagel.wordpress.com/2012/04/15/gastbeitrag-netzforschen-de/" target="_blank">hier</a>.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wie offen bist du im Internet</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 18:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Offenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere erste Umfrage ist online und es sind alle herzlich dazu eingeladen sie auszufüllen und natürlich auch weiterzuleiten. Denn je mehr Daten wir bekommen desto bessere Ergebnisse haben wir. Natürlich ist die Umfrage anonym und nicht zurückführbar auf einzelne Personen. &#8230; <a href="http://netzforschen.de/wie-offen-bist-du-im-internet/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Unsere erste Umfrage ist online und es sind alle herzlich dazu eingeladen sie auszufüllen und natürlich auch weiterzuleiten. Denn je mehr Daten wir bekommen desto bessere Ergebnisse haben wir.<br />
Natürlich ist die Umfrage anonym und nicht zurückführbar auf einzelne Personen.<br />
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme!</p>
<p><strong><a title="Wie offen bist Du im Internet?" href="http://erhebung.netzforschen.de/index.php?sid=84456&amp;lang=de-informal" target="_blank">Zur Umfrage: Wie offen bist du im Internet?</a></strong></p>
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		<title>Profile machen Leute, oder wie ist das mit dem ersten Eindruck?</title>
		<link>http://netzforschen.de/profile-machen-leute-oder-wie-ist-das-mit-dem-ersten-eindruck/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 18:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzung]]></category>
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		<category><![CDATA[Profil]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie in der Vorstudie im vorherigen Artikel gezeigt werden konnte, ist es möglich über das Profil in einem Sozialen Netzwerk den Eindruck, den man von sich und seiner Persönlichkeit vermitteln will, zu steuern. Die Frage ist, ob sich dieser erste &#8230; <a href="http://netzforschen.de/profile-machen-leute-oder-wie-ist-das-mit-dem-ersten-eindruck/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie in der Vorstudie im vorherigen <a href="http://netzforschen.de/konnen-wir-uber-das-internet-den-eindruck-den-anderen-von-uns-haben-sollen-bestimmen/">Artikel</a> gezeigt werden konnte, ist es möglich über das Profil in einem Sozialen Netzwerk den Eindruck, den man von sich und seiner Persönlichkeit vermitteln will, zu steuern. Die Frage ist, ob sich dieser erste Eindruck auf den zweiten Eindruck im Leben außerhalb des Internets auswirkt.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-153"></span><strong>Es braucht nicht viele Informationen anhand derer wir uns einen Eindruck über eine fremde Person machen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Frage scheint dahingegen wichtig, da eine erste Begegnung mittlerweile nicht selten erst online stattfindet. Sei es nun auf Partnerbörsen (vgl. z.B. <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,386079,00.html">spiegel-online</a>) oder im Sozialen Netzwerk über die Kontaktliste einer Bekannten oder eines Bekannten. Vielleicht fallen einem die interessanten Kommentare einer bis dato unbekannten Person auf der Pinnwand einer Freundin oder eines Freundes auf. In dieser Situation werden viele von uns dazu geneigt sein sich ein genauerers Bild über diese Person zu machen, indem dessen Profil &#8220;abgecheckt&#8221; wird. Auf dem Profil können wir lesen, welche Hobbies sie oder er hat, welche Weisheiten oder Belanglosigkeiten sie oder er auf seiner eigenen Pinnwand von sich gibt und auf welche Musik sie oder er steht. Wir betrachten ihre oder seine Bilder und fügen anhand all dieser Information uns ein Bild über die Person zusammen. Weil wir im Sozialen Netzwerk in der Regel an viele dieser Informationen rankommen, wird bei Personen, die man erst kennengelernt hat, oft zunächst das Profil auf Facebook oder studiVZ betrachtet. Man erhofft dadruch, schnell und bequem ein genauerers Bild über die Person zur Verfügung zu haben. Wie im Artikel „<a title="Permalink to Was hat im Social Network einen Einfluss auf die Persönlichkeitseinschätzung?" href="../was-hat-im-social-network-einen-einfluss-auf-die-personlichkeitseinschatzung/">Was hat im Social Network einen Einfluss auf die Persönlichkeitseinschätzung?</a>“ beschrieben, braucht es nicht viele Informationen, anhand derer wir uns einen Eindruck über eine fremde Person machen und es ist möglich, dass wir anhand dieser Informationen ein falschs Bild über eine Person bekommen. Bestimmt der Eindruck, den wir uns von einer Person im Internet gemacht haben, dann auch, wie wir die Person in einer anderen Situation außerhalb des Internets wahrnehmen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Folgendes Experiment zeigt, d<strong>ass der erste Eindruck über eine Person im Internet sich auf eine Begegnung in einer anderen Situation auswirken kann</strong> .</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Studentinnen des Studiengangs Psychologie der TU-Darmstadt ließen in Rahmen eines Praktikums 36 Versuchspersonen die Persönlichkeit von vier ihnen unbekannten Menschen einschätzen. Dafür sollten sich die Versuchspersonen in die Situation hineinversetzen, sie träfen sich am Wochenende mit einer ihr unbekannten Person. Das Treffen sei dabei von einem gemeinsamen Freund arrangiert worden. Die Versuchspersonen sollten sich vorstellen, sie würden sich vor dem Treffen das StudiVZ Profil der unbekannten Person vorab ansehen, um sich ein Bild von der Person zu machen. Anschließend wurde das Treffen mit der Person durch ein Video simuliert, in welchem die zu dem Profil gehörige Person zu sehen war, wie sie eine Geschichte aus ihrer Kindheit erzählt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Versuchspersonen wussten dabei nicht, dass die Personen, die sie anhand der Videosequenzen einschätzen sollten, vier Schauspieler einer Theater AG waren, die sich freundlicher Weise dazu bereit erklärt hatten, uns bei dem Versuch zu helfen. Die Schauspieler waren zwei Frauen und zwei Männer. Da wir nicht deren wahren Namen im Versuch verwenden wollten, gaben wir den Darstellern die Namen „Nora“ und „Katja“, „Max“ und „Michael“. Jeder der vier Schauspieler drehte mit uns ein kurzes Video, in welchen jeder von ihnen eine kurze Kindheitserinnerung erzählte. Wir hatten somit am Ende ein Video von jedem der vier Schauspieler zur Verfügung.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir erstellten weiterhin für jeden Darsteller StudiVZ Profile. Anders als bei den Videos fertigten wir hierbei aber für jeden Schauspieler insgesamt drei Profile an. Jeder Darsteller besaß ein Profil, auf dem er als besonders gesellig, gesprächig, bestimmt und aktiv, kurz gesagt: extravertierter wirkte. Ebenso bauten wir für jeden Schauspieler anhand von Hobbies, Vorlieben und allgemeinen Informationen ein Profil zusammen, welches die dazugehörige Person als still, scheu und reflektierend, eben introvertiert erscheinen ließ. Zu guter Letzt erzeugten wir für jeden Schauspieler ein neutrales Profil. D.h. das Profil ließ sich nicht eindeutig einer der beiden Pole Extraversion oder Introversion zuordnen. Dass die Erstellung der Profile nach diesen Vorgaben geglückt ist, wurde in der Vorstudie getestet (hier nachzulesen: <a href="http://netzforschen.de/konnen-wir-uber-das-internet-den-eindruck-den-anderen-von-uns-haben-sollen-bestimmen/">„Können wir über das Internet den Eindruck, den andere von uns haben sollen, bestimmen?“</a>). Folgende Abbildungen zeigen Ausschnitte aus zwei Profilen, die in dem Experiemtn verwendet wurden. Als erstes ist ein Profil zu sehen, welches die dazugehörige Person als besonders extravertiert erscheinen ließ. Das zweite Profil lässt hingegen auf eine introvertierte Personlichkeit des Profilbesitzers schließen.</p>
<div id="attachment_180" class="wp-caption alignnone" style="width: 810px"><a href="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2012/03/beispielprofil11.jpg"><img class=" wp-image-180" title="Profil einer extravertierten Person" src="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2012/03/beispielprofil11.jpg" alt="" width="800" height="1894" /></a><p class="wp-caption-text">Profil einer extravertierten Person</p></div>
<div id="attachment_181" class="wp-caption alignnone" style="width: 810px"><a href="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2012/03/beispielprofil2.jpg"><img class="size-full wp-image-181" title="Profil einer introvertierten Person" src="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2012/03/beispielprofil2.jpg" alt="" width="800" height="1258" /></a><p class="wp-caption-text">Profil einer introvertierten Person</p></div>
<p style="text-align: justify;">Jede Versuchsperson sollte von allen vier Darstellern die Persönlichkeit einschätzen, nachdem sie das jeweilige zu dem einzelnen Darsteller zugehörige Video gesehen hatte. Dabei variierte über die Versuchspersonen hinweg, welche Persönlichkeit den jeweiligen Darstellern anhand der STudiVZ Profile zugeschrieben wurde. Somit variierte die Darstellung der Persönlichkeit der vier Schauspieler aufgrund der Profile, während in allen Bedingungen die Videos die gleichen waren. Das zweite „Kennenlernen“ wurde mit Videos nachgestellt, damit sicher gestellt war, dass alle Versuchspersonen ihre Einschätzung aufgrund der gleichen Situation, nämlich dem Video des jeweiligen Darstellers, vornahmen. Unterschiede zwischen den Einschätzungen sind somit auf die Persönlichkeitsdarstellung der jeweiligen StudiVZ Profile zurückzuführen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Einschätzung der Persönlichkeit nach jedem Video erfolgte durch einen Fragebogen (NEO-PI-R<a href="#quelle1"><sup>[1]</sup></a>). Dieser Fragebogen dient anhand von vorgegebenen Aussagen der Einschätzung der Persönlichkeit anderer Personen. Beispielaussagen sind: &#8220;Er/Sie ist gerne im Zentrum des Geschehens.&#8221; oder &#8220;Er/Sie würde lieber seine eigenen Wege gehen, als eine Gruppe anzuführen&#8221;. Im Experiment mussten die Versuchspersonen mit solche 24 Fragen, die Persönlickeit der vier Darsteller einschätzen, nachdem sie das jeweilige Video gesehen hatten. Die Fragen lassen sich dabei durchgehend mit einer vorgegebenen Antwortkategorie beantworten, je nachdem, wie sehr man der jeweiligen Aussage zustimmt, oder sie ablehnt.</p>
<p style="text-align: justify;">Zusammenfassend ließ sich durch das Experiment zeigen, dass die Einschätzung der Persönlichkeit, so wie wir sie anhand des Profils einer Person in einem Sozialen Netzwerk vornehmen, einen Einfluss auf den Eindruck hat, welchen wir uns von der gleichen Person in einer anderen Situation machen <a href="#stat">(siehe Statistik)</a>. Obwohl die Videos in allen Bedingungen die gleichen waren, wurde die Persönlichkeit der Menschen in den Videos anders eingeschätzt, je nachdem, welches Profil von der jeweiligen Person zuvor vorlag. Wenn die Schauspieler durch das Profil als extravertiert präsentiert wurden, dann wurden sie von den Versuchspersonen im Video auch so wahrgenommen. Gleiches gilt aber in die andere Richtung, wenn das Profil den jeweiligen Schauspieler als introvertiert erscheinen ließ. Hier nahmen dann die Versuchspersonen den Darsteller im Video als introvertiert wahr.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Halo-Effekt erlangt durch die digitale Kommunikation eine neue Bedeutung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das unserer erste Einschätzung häufig die weitere Wahrnehmung einer anderen Person bestimmt, auch wenn diese Einschätzung falsch sein kann, ist ein Effekt, der in der Sozialpsychologie schon länger als Halo-Effekt bekannt ist (vgl. Asch, 1946<a href="#quelle2"><sup>[2]</sup></a>, oder wikipedia: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Halo-Effekt">Halo-Effekt</a>). Durch die digitale Kommunikation erlangt dieser Effekt eine neue Bedeutung, da die digitale Wahrnehmung einer Person die Wahrnehmung ihrer Persönlichkeit außerhalb des Internets verfälschen könnte. Unser Experiment gibt jedenfalls eine 1. Hinweis dafür, dass dies möglich ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies ist natürlich ein Experiment und zu einer Begegnung mit einem Menschen im realen Leben gehört viel mehr, als dass dieser eine Erinnerung aus seiner Kindheit erzählt, weswegen es zu fragen bleibt, wie lange eine Einschätzung, die wir erst virtuell getroffen haben, außerhalb des Internets aufrecht erhalten werden kann. Andererseits gehört zu der virtuellen Kommunikation in einem Sozialen Netzwerk oder auf einer Partnerbörsenseite mehr, als nur die Betrachtung des Profils der anderen Person. Man schreibt sich Nachrichten, liest die laufenden Posts der betreffenden Person usw. Hierbei ist es nicht schwer, ein Bild, welches man dem anderen vermitteln möchte, aufrecht zu halten, da man in der virtuellen Kommunikation eine gewisse Kontrolle über die Inhalte besitzt. Der Versuch zeigte in der Hinsicht, dass die Tendenz besteht, Menschen nach deren virtuellen Profilen zu beurteilen und diese Beurteilung auch in einer anderen Situationen aufrecht zu erhalten.</p>
<hr />
<p style="text-align: justify;"><a name="stat"></a><strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Statistischer Nachweis:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im Durchschnitt konnten die Versuchsperson jedem Darsteller maximal 5 Punkte auf der Extraversionsskala zuschreiben. D.h. je höher dieser Wert ausfiel, umso höher wurde die Geselligkeit, Gesprächigkeit, Aktivität usw. des jeweiligen Darstellers beurteilt. Entsprechend gilt: Je niedriger der Wert ausfiel, umso zurückgezogener, still und reflektierend schätzend die Versuchspersonen den jeweiligen Darsteller ein. Die folgende Abbildung zeigt, wie sich die jeweiligen Profile des Sozialen Netzwerks auf die durchschnittliche Persönlichkeitseinschätzung anhand der Videos ausgewirkt haben. Wenn zu dem Darsteller vor der Darbietung des Videos ein extravertiertes Profil gezeigt wurde, wurden die Darsteller im Durchschnitt signifikant als extravertierter in dem Video wahrgenommen, als wenn ihnen zuvor ein introvertiertes Profil zugeschrieben wurde (<em>t</em>(63)=10.24; <em>p</em> &lt; .001). Nicht mehr ganz so groß aber dennoch signifikant war der Unterschied, wenn zuvor ein neutrales Profil im Vergleich zu einem extravertierten Profil präsentiert wurde (<em>t</em>(70)= 1.72, <em>p</em> &lt; .005). Ebenso war der Unterschied zwischen den Bewertungen der Videos nach zuvor gezeigten introvertierten Profile zu der Bedingung mit den neutralen Profilen signifikant (<em>t</em>(70)= −3.54; <em>p</em> = .001).</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="" class="wp-caption alignnone" style="width: 581px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2012/03/Abbildung-Artikel-4.jpg"><img title="Durchschnittliche Bewertung der Videos gemittelt über die Ausprägung, welche die vorab gezeigten Profile hatten" src="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2012/03/Abbildung-Artikel-4.jpg" alt="" width="571" height="336" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Durchschnittliche Bewertung der Videos gemittelt über die Ausprägung, welche die vorab gezeigten Profile hatten</dd>
</dl>
</div>
<hr />
<p style="text-align: justify;"><strong>Literatur</strong></p>
<p><a name="quelle1"></a><sup>[1]</sup>Ostendorf, F. &amp; Angleitner, A. (2004). <em>NEO-Persönlichkeitsinventar nach Costa und McCrae, Revidierte Fassung.</em> Göttingen: Hogrefe.</p>
<p><a name="quelle2"></a><sup>[2]</sup>Asch, S.E. (1946). Forming Impressions of Personality. <em>Journal of Abnormal and Social Psychology</em>, 41, 258-262.</p>
<hr />
<p style="text-align: justify;"><strong>Danksagung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Julia A.., Hanna W.., Josefine M., Katharina W., Jana W. und Angelina B. für Idee und Umsetzung</p>
<p style="text-align: justify;">[twoclick_buttons]</p>
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		</item>
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		<title>Können wir über das Internet den Eindruck, den andere von uns haben sollen, bestimmen?</title>
		<link>http://netzforschen.de/konnen-wir-uber-das-internet-den-eindruck-den-anderen-von-uns-haben-sollen-bestimmen/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Andere Menschen über eine Soziale Netzwerkplattform kennenzulernen bringt einen wesentlichen Vorteil mit sich. Man kann sich mit vielen fremden Menschen in relative kurzer Zeit verbinden. Anhand ihrer veröffentlichten Informationen in Posts, Nachrichten und Bildern können wir uns dann genauso schell &#8230; <a href="http://netzforschen.de/konnen-wir-uber-das-internet-den-eindruck-den-anderen-von-uns-haben-sollen-bestimmen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Andere Menschen über eine Soziale Netzwerkplattform kennenzulernen bringt einen wesentlichen Vorteil mit sich. Man kann sich mit vielen fremden Menschen in relative kurzer Zeit verbinden. Anhand ihrer veröffentlichten Informationen in Posts, Nachrichten und Bildern können wir uns dann genauso schell einen Eindruck über die Persönlichkeit dieser Menschen machen. Nicht nur in den Medien stößt man immer wieder auf die Frage, ob eine Darstellung im Internet nicht auch missbraucht wird, um sich so zu zeigen, wie man im eigentlichen Leben gar nicht ist. Es wird im privaten wie auch öffentlichem Umfeld immer wieder von Erfahrungen berichtet, dass die Onlinebekanntschaft im wahren Leben doch nicht so war, wie sie sich über ihr Profil, über ihre Nachrichten, auf der Pinnwand usw. dargestellt hatte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span id="more-114"></span></strong><strong> Die Persönlichkeit beeinflusst die Selbstdarstellung im Internet</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Forschung zeigt, dass sich Menschen generell im Internet genauso darstellen, wie sie im wahren Leben sind (vgl. Scherer &amp; Wirth, 2002)<a href="#quelle1"><sup>[1]</sup></a>. Die Persönlichkeit beeinflusst die Selbstdarstellung im Internet. Dies ist auch verständlich, wenn man berücksichtigt, dass ein Spiel mit Identitäten bedeutet, sich laufend eine andere Identität rein denken zu müssen, was über einen längeren Zeitraum einen erheblichen Aufwand mit sich bringt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn man die Bilder betrachtet, welche hochgeladen wurden, findet hier meistens schon ein Schwindel statt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Aber was ist, wenn es darum geht, sich, einfach nur so weit es geht, in ein besseres Licht zu rücken? Ist das in der virtuellen Realität einfacher, da hier die Kontrolle über die Inhalte, die man hier veröffentlicht größer ist? Wenn man die Bilder betrachtet, welche man von sich hochlädt, findet hier meistens schon ein kleiner (oder je nach dem größerer) Schwindel statt. Die Mehrheit wird wohl nur Bilder von sich hochladen, auf denen man sich selber gefällt. Damit wird eine Auswahl getroffen, die davon abhängt, welche Seite man von sich präsentieren will. In Zeiten von Photoshop kann man die Darstellung aber noch auf die Spitze treiben. Man stellt sich größer, muskulöser, schlanker oder einfach schöner dar, als man ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir ließen Profile mit Hilfe einer Onlineumfrage bewerten</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Abgesehen von den Bildern kann man aber auch durch die Inhalte einen bestimmten Eindruck von sich vermitteln. Man kann sich z.B. aktiv, gesellig und freundlich darstellen. Im Gegensatz dazu kann man sich aber genauso als zurückgezogen und nachdenklich präsentieren. Wie gut das funktioniert haben wir in einer Vorstudie getestet. Die genannten Eigenschaften beschreiben zwei Pole einer Persönlichkeitsdimension, welche in der Persönlichkeitsforschung mit Extraversion (bzw. Introversion) bezeichnet wird. In unserer Vorstudie stellten wir eine Reihe von Extravertierten und Introvertierten (StudiVZ) Profilen her. Dies erreichten wir, indem wir die Beschreibung der Person, die Hobbys, die Anzahl der Freunde und die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen, so wählten, dass entweder die jeweilige Person über das Profil besonders extravertiert auftrat, oder eben eine introvertierte Selbstdarstellung hatte. Die Profile ließen wir anschließend mit Hilfe einer Onlineumfrage bewerten. Für die Bewertung der Profile wurden Eigenschaftswörter dargeboten, welche bezeichnend für eine extravertierte bzw. introvertierte Persönlichkeit sind (z.B., redselig, schweigsam, gesellig, zurückhaltend). Die Befragungsteilnehmer mussten zu jedem Eigenschaftswort ankreuzen, wie sehr sie meinen, dass diese Eigenschaft auf den jeweiligen Profilbesitzer zutrifft. Dafür hatten sie eine fünfstufige Skala von „1= trifft überhaupt nicht zu“ bis „5= trifft voll und ganz zu“ zur Verfügung. Gemittelt über alle Antworten erhielten wir für die extravertierten und introvertierten Profile folgende durchschnittlichen Werte:</p>
<div id="attachment_129" class="wp-caption alignnone" style="width: 641px"><a href="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2011/12/abbildung_extra_vs_intro.jpg"><img class="size-full wp-image-129" title="Abbildung: Durchschnittliche Bewertung der extra- und introvertierten Profile" src="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2011/12/abbildung_extra_vs_intro.jpg" alt="" width="631" height="403" /></a><p class="wp-caption-text">Abbildung: Durchschnittliche Bewertung der extra- und introvertierten Profile</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wie erwartet wurden die Personen hintern den extravertierten Profilen auch als extraveriert bewertet (je näher der Wert bei 5 lag, umso extravertierter wurde eine Person anhand ihres Profils bewertet). Die Personen hintern den introvertierten Profile wurden hingegen als eher introvertiert bewertet. Der Mittelwert über alle extravertierten Profile lag bei 4.11 und war damit signifikant höher als der Gesamtmittelwert der introvertierten Profile (Mean= 2.6; <em>t</em>(52)= 21.79; <em>p</em>&lt; .001).</p>
<p style="text-align: justify;">In der Vorstudie konnte gezeigt werden, dass eine entsprechende Selbstdarstellung über ein Profil in einem Sozialem Netzwerk möglich ist, wenn man sich vornerherein Gedanken darüber macht, wie man wirken will. In einem nächsten Schritt ging es darum zu zeigen, wie sich die Darstellung im Sozialem Netzwerk auf den Eindruck einer Person auswirkt, wenn man ihr in einer Sitatution außerhalb dem Sozialem Netzwerk begegnet. Die Ergebnisse dieser Studie werden demnächst hier ebenfalls veröffentlicht.</p>
<hr />
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p><a name="quelle1"></a><sup>[1]</sup> Scherer, H. &amp; Wirth, W. (2002). Ich chatte &#8211; wer bin ich? Identität und Selbstdarstellung in virtuellen Kommunikationssituationen. M &amp; K, 50(3), 337-357.</p>
<p>[twoclick_buttons]</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Klicken Frauen anders?</title>
		<link>http://netzforschen.de/klicken-sich-frauen-anders-durch-das-soziale-netzwerk-als-manner/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 12:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einer Diskussion über das Verhalten im Sozialen Netzwerk im Internet stellte sich eine Gruppe Studentinnen die Frage, ob sich Frauen anders durch ein Soziales Netzwerk klicken als Männer. Die Vermutung war, dass Frauen sich eher Profile von anderen Frauen &#8230; <a href="http://netzforschen.de/klicken-sich-frauen-anders-durch-das-soziale-netzwerk-als-manner/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify;">In einer Diskussion über das Verhalten im Sozialen Netzwerk im Internet stellte sich eine Gruppe Studentinnen die Frage, ob sich Frauen anders durch ein Soziales Netzwerk klicken als Männer. Die Vermutung war, dass Frauen sich eher Profile von anderen Frauen ansehen, weil sie mehr daran interessiert wären, sich mit anderen Frauen zu vergleichen. Bei Männern sollte dieser Effekt nicht auftreten.</div>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-84"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir erstellten ein fiktives Soziales Netzwerk namens Meeting Point</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In einem Experiment sind wir dieser Frage<del></del> nachgegangen. Dafür bauten wir ein Soziales Netzwerk namens &#8220;Meeting Point&#8221;<del></del>, indem wir<del></del> 80 selbst erstellte<del></del> Profile<del> </del><del></del>anfertigten. Die Profile besaßen alle ein eigenes Profilbild und einen eigenen Inhalt, welcher durch Angaben über Hobbies, Lieblingsmusik, Lieblingsbücher, Beschreibungen über die Person usw. individuell für jedes Profil erstellt wurde. Die Hälfte der 80 Profile gehörten Frauen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sobald die Versuchsperson wieder in der Freundesliste war, konnte sie das nächste Profil auswählen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In dem Versuch wurden 60 Versuchspersonen (die Hälfte davon waren Frauen) alle 80 Profilbilder aufgereiht wie in einer Freundesliste von bekannten Sozialen Netzwerkseiten präsentiert. Jede Versuchsperson hatte 15 Minuten Zeit, um sich durch das Soziale Netzwerk Meeting Point zu klicken. D.h. sie konnte anhand der 80 Profilbilder frei wählen, wessen dazugehörigen Profil sie sich vollständig anzeigen lassen wollten. Klickte man auf ein Profilbild gelangte man zu dem dazugehörigen Profil. Um die Zeit und die Anzahl der Klicks insgesamt zu kontrollieren, mussten die Versuchspersonen auf jedem Profil, welches sie ausgewählt hatte, 20 Sekunden verweilen. Nach den 20 Sekunden gelangte man automatisch zurück zur der Freundesliste mit den 80 Profilbildern. Sobald die Versuchsperson wieder in der Freundesliste war, konnte sie das nächste Profil auswählen, indem sie wieder auf eines der Profilbilder klickte. Dieser Vorgang wiederholte sich, bis die 15 Minuten vorbei waren. Es wurde kontrolliert, dass die Versuchspersonen nicht zwei- oder mehrmals ein Profil auswählten, welches sie sich schon einmal angesehen hatten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Frauen sind an gleichgeschlechtlichen Profilen mehr interessiert als Männer</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es zeigte sich, dass die weiblichen Versuchspersonen signifikant mehr gleichgeschlechtliche Profile ansahen als die männlichen Versuchsteilnehmer. Der durchschnittliche Anteil an weiblichen Profilen lag bei den weiblichen Versuchspersonen bei 56%. Die Männer schauten sich im Gegensatz dazu im Schnitt nur 30% männliche Profile an. Dieser Effekt war noch höher, wenn man den Beziehungsstatus berücksichtigte. An der Abbildung kann man sehen, dass sich die weiblichen Versuchspersonen, die angeben hatten Single zu sein, im Durchschnitt mit 55% in etwa genauso viele weibliche Profile angesehen hatten, wie die weiblichen Versuchsteilnehmer, die zum Versuchszeitpunkt in einer Partnerschaft waren (durchschnittliche Anteil weiblicher Profile 57%). Der durchschnittliche Anteil an weiblichen Profilen lag bei den ledigen Männern bei 77% und bei den vergebenen Männern bei 62%.</p>
<div style="text-align: justify;">
<div id="attachment_145" class="wp-caption alignnone" style="width: 597px"><a href="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2012/01/netzforschen_artikel_2.jpg"><img class=" wp-image-145" title="netzforschen_artikel_2" src="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2012/01/netzforschen_artikel_2.jpg" alt="Abbildung:" width="587" height="455" /></a><p class="wp-caption-text">Anteil an weiblichen Profilen in Abhängigkeit vom Geschlecht der Versuchspersonen und deren Beziehungsstatus</p></div>
</div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Durch das Soziale Netzwerk findet ein intensiver Vergleich mit anderen statt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es finden sich einzelne Forschungsergebnisse zu dem unterschiedlichen Verhalten von Frauen und Männern im Internet (vgl. Renner et al., 2005)<a href="#quelle1"><sup>[2]</sup></a>. Dabei wurden Unterschiede im Umfang und in der Art der Internetnutzung gefunden. In dem Experiment zeigte sich nun auch ein Unterschied darin, für wen man sich in Abhängigkeit vom Geschlecht im Sozialen Netzwerk interessiert. Während die Frauen eher ein ausgeglichenes Interesse für beide Geschlechter zeigten, waren die männlichen Versuchspersonen weniger an gleichgeschlechtlichen Profilen interessiert. Ob Frauen eher dran interessiert sind, sich sozial zu vergleichen, und deswegen eventuell auch mehr acht auf gleichgeschlechtliche Personen haben, bleibt zu diskutieren. Manago et al. (2008)<a href="#quelle1"><sup>[1]</sup></a> konnten in ihrer Studie ebenfalls Hinweise dafür finden. Sie befragten dazu Studierende über ihre Erfahrungen mit der Sozialen Netzwerkplattform „MySpace“. Ihnen wurde berichtet, dass durch die Seite ein intensiver Vergleich mit anderen stattfindet. Sie zitieren als Beispiel folgende Aussage einer Studentin:</p>
<p style="text-align: justify;">„Oh so much social comparison happens on MySpace … It´s always interesting to see how people develop, you always want to keep tabs on the most popular girl in school because you want to see, four years down the line, yeah I´m doing better than her” (zitiert nach Manago et al., 2008).</p>
<p style="text-align: justify;">Aus diesem Beispiel und dem Experiment ergibt sich die Frage, ob Frauen anfälliger für derartige Vergleiche sind, oder ob der Unterschied wirklich einfach daran liegt, dass Männer eher Ausschau nach möglichen Partnern halten.</p>
<hr />
<p style="text-align: justify;"><strong>Literatur</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a name="quelle1"></a><sup>[1]</sup> Manago, A. M., Graham, M. B., Greenfeld, P. M. &amp; Salimkhan, G. (2008). Self-presentation and gender on MySpace. Journal of Applied Developmental Psychology, 29, 446-458.<br />
<a name="quelle2"></a><sup>[2]</sup> Renner, K.H., Schütz, A. &amp; Machilek, F.(2005). Internet und Persönlichkeit: Stand der Forschung und Perspektiven. Reportpsychologie, 30(11), 464-471.</p>
<hr />
<p style="text-align: justify;"><strong>Danksagung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Irene B., Vicktoria H., Madalena K., Sarah S. &amp; Anna-.V. V. für Idee und Umsetzung</p>
<p style="text-align: justify;">[twoclick_buttons]</p>
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		<title>Was hat im Social Network einen Einfluss auf die Persönlichkeitseinschätzung?</title>
		<link>http://netzforschen.de/was-hat-im-social-network-einen-einfluss-auf-die-personlichkeitseinschatzung/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 19:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seelischer Exhibitionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wechselwirkung zwischen digital und analog]]></category>
		<category><![CDATA[Halo Effekt]]></category>
		<category><![CDATA[Impression Management]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitseinschätzung]]></category>
		<category><![CDATA[Profil]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir alle sind Selbstdarsteller. Damit ist gemeint, dass wir in fast jeder Situation bestrebt sind, anderen ein bestimmtes Bild von uns zu vermitteln. Wir wollen demnach bei den Menschen unseres sozialen Umfelds eine gewisse Impression unseres Selbst hinterlassen. Das bewusste &#8230; <a href="http://netzforschen.de/was-hat-im-social-network-einen-einfluss-auf-die-personlichkeitseinschatzung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wir alle sind Selbstdarsteller. Damit ist gemeint, dass wir in fast jeder Situation bestrebt sind, anderen ein bestimmtes Bild von uns zu vermitteln. Wir wollen demnach bei den Menschen unseres sozialen Umfelds eine gewisse Impression unseres Selbst hinterlassen. Das bewusste oder unbewusste Steuern des Eindrucks, den man auf andere macht, besitzt einen Fachausdruck: Impression Management</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-5"></span><a href="#quelle1"><sup>[1]</sup></a>.<br />
Der Eindruck, den wir von uns vermitteln wollen, unterscheidet sich von Situation zu Situation, und ist von den Personen abhängig, mit denen wir in der jeweiligen Situation zu tun haben. Vor Freunden stellen wir uns anders dar, als vor unseren Eltern, und bei unseren Eltern hinterlassen wir ein anderes Bild als bei unserem Vorgesetzten und Kollegen. Während wir bei einem Vorstellungsgespräch einen kompetenten, seriösen und zuverlässigen Eindruck hinterlassen wollen, stellen wir abends beim Weggehen mit unseren Freunden meistens andere Eigenschaften von uns in den Vordergrund.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir sammeln Informationen, um unser Gegenüber einzuschätzen zu können</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In den meisten Fällen versuchen wir einen positiven Eindruck von uns zu vermitteln. Und dafür verfügen wir über viele Hilfsmittel. Durch unsere Kleidung, durch unsere Mimik und Gestik, durch unseren sprachlichen Ausdruck und unsere Wortwahl, sind wir mehr oder weniger bewusst bestrebt, ein bestimmtes Bild von uns bei anderen zu hinterlassen. Es sind die gleichen Dinge, mit denen wir uns auch einen Eindruck über andere bilden. Wir sammeln Informationen, um unser Gegenüber einzuschätzen zu können, und wir geben bestimmte Informationen in einer bestimmten Weise von uns preis, um die Sicht des Gegenübers auf unsere Persönlichkeit zu beeinflussen.<br />
Im Mittelpunkt steht dabei unser wahres Ich. Jemanden, der schüchtern ist, wird es schwer fallen, den geselligen Kumpel zu mimen, der gerne im Mittelpunkt steht. Man kann also nur versuchen den Eindruck zu steuern. Denn, nicht nur unser eigenes Ich setzt dem Schranken, sondern auch die Situation, da die Situation in vielerlei Hinsicht außerhalb unserer Kontrolle liegt. So kann eine unerwartete Frage in einem Vorstellungsgespräch uns schnell so aus dem Konzept bringen, dass wir, anstatt eines kompetenten Eindrucks, genau das Gegenteil hinterlassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Im Social Network ist der Großteil der Mitglieder um eine authentische Selbstdarstellung bestrebt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Mensch hat sich nun eine weitere Situation geschaffen, in der er sich selbst darstellt. Social Network Seiten im Internet sind virtuelle Situationen, in denen wir uns virtuell darstellen. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Großteil der Internetnutzer sich nicht in den virtuellen Welten verstellt. D.h. auch im Social Network wird der Großteil der Mitglieder um eine authentische Selbstdarstellung bestrebt sein und ihre Profile entsprechend des eigenen Selbst und der eigenen Persönlichkeit gestalten<a href="#quelle2"><sup>[2]</sup></a>.<br />
Was aber beeinflusst die Wahrnehmung der Persönlichkeit in einem Social Network? Der Unterschied zur realen Situation ist nicht so groß, wie man annehmen möchte. Wir entscheiden im Social Network darüber, was wir von uns preisgeben und welche Bilder wir von uns veröffentlichen wollen. Durch die Kleiderwahl, durch unser Auftreten und dadurch, was wir bereit sind, über uns zu erzählen, sind sich hier virtuelle und reale Welt fast gleich.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>In der virtuellen Welt lässt sich die Situation besser kontrollieren</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dennoch gibt es Unterschiede, was zum Beispiel die Kontrolle betrifft. In der virtuellen Welt lässt sich die Situation besser kontrollieren. Zunächst besitzen wir eine gewisse Kontrolle über den Zeitpunkt. In der Kommunikation können wir uns länger Zeit lassen. D.h. wir haben die Möglichkeit, länger über das zu reflektieren, was wir über uns schreiben bzw. was wir anderen antworten wollen. Auch unser Aussehen können wir besser kontrollieren. Im realen Leben versuchen viel von uns, durch die Kleiderwahl, ein bestimmtes Make Up und ähnliche Hilfsmittel, ihr natürliches Aussehen in eine bestimmte Richtung zu manipulieren. Aber im realen Leben erwischt jeder von uns mal einen schlechten Tag: Man hat schlecht geschlafen, die Frisur sitzt nicht und man ist nicht bei guter Laune. In der virtuellen Welt muss davon niemand etwas erfahren, da wir die Bilder, die wir von uns hochladen, aussuchen können. Und wir können mit ihnen auch etwas machen, was in der realen Welt nicht möglich ist: Wir können die Bilder und damit unser Aussehen beliebig bearbeiten. Mittlerweile gibt es aber auch in der virtuellen Welt eine Ausnahme, was die Kontrolle des Aussehens betrifft: Ein Freund lädt ein Bild von uns in sein Fotoalbum, was uns an einem schlechten Tag zeigt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>In der virtuellen Welt besitzen wir keine Mimik und Gestik, keinen Geruch und keinen Klang der Stimme.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auch der Prozess, wie nun der Eindruck über jemanden im Sozialen Netzwerk entsteht, ist zur realen Situation verschieden. In der virtuellen Welt besitzen wir keine Mimik und Gestik, keinen Geruch und keinen Klang der Stimme. Hier hört uns niemand lachen oder weinen, oder erkennt am Heben oder Senken der Stimme, ob etwas nur als Scherz oder ernst gemeint war. In der virtuellen Welt haben wir die Schrift, mit der wir auf Pinnwände schreiben, mit der wir uns und unsere Vorlieben beschreiben, wir haben Bilder, die wir auswählen und hochladen und wir haben Emoticons, um zu zeigen, wie es uns geht und wie ein geposteter Inhalt zu werten ist.<br />
Und hier entsteht eine Vermischung zwischen realer und virtueller Welt. Da wir es gewohnt sind, anhand weniger Informationen uns ein Bild von der Persönlichkeit anderer zu machen<a href="#quelle1"><sup>[1]</sup></a>, schätzen wir auch die Persönlichkeit der Profilbesitzer anhand ihrer Profile ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Frage, die sich stellt, ist:<br />
<strong>Wie wirken sich die Informationen, die wir über unser Profil veröffentlichen, auf den Eindruck, den sich andere von uns machen, aus?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Frage sind wir mit Hilfe Studierender im 2. Semester im Studiengang Psychologie an der TU Darmstadt in einem kleinen Experiment nachgegangen. Hier werden nun nur ein kleiner Teil der Untersuchung und der Ergebnisse beschrieben.</p>
<p style="text-align: justify;">Für das Experiment erstellten wir Profile von vier Frauen und vier Männern. Zunächst mussten dafür die Eindrücke definiert werden, die wir mit unseren Profilen vermitteln wollten. Wir entschieden uns dazu, seriöse und unseriöse Profile zu erstellen und rauszufinden, welchen Eindruck sich fremde Menschen von der Persönlichkeit der Profilbesitzer unter der jeweiligen Bedingung machen. Die Erstellung der Profile erfolgte folgendermaßen: Allgemein wird Seriosität mit Eigenschaften, wie anständig, einwandfrei, gesittet, ordentlich usw. beschrieben. Da wir nicht mit Bildern arbeiten wollten, um Profile seriös oder unseriös erscheinen zu lassen, entschieden wir uns für das Soziale Netzwerk „studivz“. Dieses Netzwerk besitzt eine besondere Eigenart, mit der Teilnehmer Einblicke in ihrer Persönlichkeit geben: Man kann aus einer Vielzahl an Gruppen, beliebig viele Gruppen zum eigenen Profil hinzufügen. Die Namen der Gruppen beschreiben in der Regel Situationen oder Eigenschaften, die einen Rückschluss auf die eigene Persönlichkeit erlauben. Es geht also weniger um die Teilnahme an einer Gruppe, als darum, dass der Name der Gruppe auf dem eigenen Profil erscheint.<br />
Bis auf die Profilbilder waren alle Angaben auf den Profilen der vier Frauen und der vier Männer fiktiv. Als Profilbilder wurden Bilder ausgewählt, die in Bezug auf die Attraktivität als mittelmäßig bewertet wurden. Die Profile glichen sich bis auf die Profilbilder, die Namen und die angezeigten Gruppen. Jedes Profil bekam 20 Gruppen zugeordnet. Darunter waren bei zwei der weiblichen und zwei der männlichen Profile jeweils zehn neutrale und zehn unseriöse Gruppen. Bei den restlichen Profilen setzten sich die 20 Gruppen aus seriösen und neutralen Gruppen zusammen. Beispiele für unseriöse Gruppen sind: „Ich trinke nicht viel, die anderen vertragen nur nichts.“; „Im Niveau flexibel.“<br />
Somit hatten wir für die Untersuchung vier seriöse und vier unseriöse Profile, wobei die eine Hälfte jeweils weiblich und die andere Hälfte jeweils männlich war.<br />
Diese Profile wurden in zufälliger Reihenfolge unseren Versuchsteilnehmern vorgesetzt und diese mussten versuchen anhand eines Fragebogens die Persönlichkeit der Profilbesitzer einzuschätzen. In der Psychologie spricht man von fünf zentralen Persönlichkeitsdimensionen: „Emotionale Labilität“, „Extraversion“, „Offenheit für Erfahrungen“, „Verträglichkeit“ und „Gewissenhaftigkeit“. Inwieweit die jeweilige Persönlichkeitsdimension bei einer Person ausgeprägt ist, lässt sich anhand bestimmter Tests einschätzen.<br />
Anhand mehrerer Items konnte zu jeder der fünf Persönlichkeitsdimensionen und zu jedem Profil pro Versuchsteilnehmer ein Summenwert errechnet werden. Je höher der Summenwert ausfiel, umso höher schätzte der Versuchsteilnehmer die Ausprägung der Persönlichkeitsdimension bei dem jeweiligen Profilbesitzer ein. Maximal konnte dabei pro Persönlichkeitsdimension ein Wert von 27 erreicht werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ergebnis:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bis auf die Persönlichkeitsdimension Extraversion, wurden die seriösen Profile in Bezug auf die restlichen vier Persönlichkeitsdimensionen im Durchschnitt signifikant anders bewertet als die unseriösen Profile. Die Graphik zeigt, in welche Richtung die Einschätzungen gingen.</p>
<div id="attachment_61" class="wp-caption alignnone" style="width: 776px"><a href="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2011/11/netzforschen_Artikel1_Abbildung1.jpg"><img class="size-full wp-image-61" title="Abbildung 1" src="http://netzforschen.de/wp-content/uploads/2011/11/netzforschen_Artikel1_Abbildung1.jpg" alt="Durchschnittliche Einschätzungen der Persönlichkeit auf den Dimensionen „Verträglichkeit“, „Gewissenhaftigkeit“, „Emotionale Labilität“ und „Offenheit für Erfahrungen“" width="766" height="541" /></a><p class="wp-caption-text">Abbildung 1: Durchschnittliche Einschätzungen der Persönlichkeit auf den Dimensionen „Verträglichkeit“, „Gewissenhaftigkeit“, „Emotionale Labilität“ und „Offenheit für Erfahrungen“</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die Personen hinter den seriösen Profilen wurden vom Großteil der Versuchsteilnehmer verträglicher, gewissenhafter und offener für Erfahrungen eingeschätzt, als die Personen der unseriösen Profile. Die unseriösen Profile bewirkten hingegen, dass die Personen dahinter emotional labiler eingeschätzt wurden, als die Personen mit den seriösen Profilen.<br />
Der Versuch zeigte zwei grundlegende Aspekte. Obwohl Die Versuchsteilnehmer für die Persönlichkeitseinschätzung nur die Gruppen als Informationsquelle hatten, fiel es ihnen nicht schwer, die Persönlichkeit der Profilbesitzer einzuschätzen(auch wenn diese Persönlichkeitseinschätzung mit der tatsächlichen Persönlichkeitsstruktur nicht übereinstimmen muss, aber diese Frage war nicht Bestandteil des Versuchs). Zum anderen haben die Gruppen, die man seinem Profil hinzufügen kann, einen Einfluss auf die Persönlichkeitseinschätzung des Profilbesitzers.</p>
<p style="text-align: justify;">Über Social Network Seiten kann man also wie im realen Leben Impression Management betreiben. Ob es uns bewusst ist, wie uns fremde Menschen anhand unseres Profils beurteilen, inwieweit dies mit unseren „tatsächlichen“ Persönlichkeitsstruktur einhergeht und wie wir damit umgehen, sind weitere Fragen, die eine Untersuchung wert sind.</p>
<hr />
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p><a name="quelle1"></a><sup>[1]</sup> Asch, S.E. (1946). Forming Impressions Of Personality. Journal of Abnormal and Social Psychology, 41(3), 258-262.<br />
<a name="quelle2"></a><sup>[2]</sup> Mummendey, H., D. &amp; Bolton, H.-G. (1985). Die Impression-Management- Theorie. In: Frey, D. &amp; Martin, I. (Hrsg.). Theorien der Sozialpsychologie. Band III. Motivations- und Informationsverarbeitungstheorien. Bern: Huber</p>
<hr />
<p><strong>Danksagung</strong></p>
<p>Rafaela B., Vanessa D., Binsy M., Sebastian W. &amp; Hannah K. für Idee und Umsetzung</p>
<p>[twoclick_buttons]</p>
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